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Pharmaziemuseum Jagiellonen-Universität Collegium Medicum

Pharmaziemuseum Jagiellonen-Universität Collegium Medicum

Floriańska-Straße 25

Besichtigungszeiten
Dienstag: 12:00 – 18:30 Uhr
Mittwoch – Sonntag: 10:00 – 14:30 Uhr
Montag: geschlossen

www.muzeumfarmacji.pl
Das Pharmaziemuseum der Jagiellonen-Universität ist eines der wenigen Museen dieses Typs weltweit. Das Museum stellt eine wissenschaftliche Abteilung der Pharmazeutischen Fakultät der Jagiellonen-Universität dar. Ihr Sitz ist ein historisches Bürgerhaus aus dem 14./15. Jahrhundert am Königsweg in der Floriańska-Straße 25.

Die ständige Ausstellung erstreckt sich über alle fünf Stockwerke des Gebäudes – von den Kellergewölben aus dem 15. Jahrhundert bis zum Dachboden. Die Exponate veranschaulichen die Geschichte des Apothekenwesens vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Darunter befinden sich Apothekengefäße, unter anderem eine stolze Sammlung von Majolika aus verschiedenen europäischen Manufakturen, Mörser von unterschiedlicher Größe und Form, Laborgeräte und Apothekenutensilien, pharmazeutische Rohstoffe, Andenken an bedeutende Pharmazeuten, eine Briefmarkensammlung zur Pharmaziegeschichte und Kuriosa. Außerdem wurden ein Apothekenraum aus dem 18. Jahrhundert und andere Interieurs rekonstruiert, wie zum Beispiel ein altes Apothekenlabor, ein Weinkeller mit Fässern und Flaschen sowie ein Dachboden, der zur Trocknung und Aufbewahrung von Heilpflanzen dienten. Das Museum besitzt außerdem eine Bibliothek, in der unter anderem alte Herbarien, Pharmakopäen, Antidotaria und andere Drucke aus der Geschichte der Pharmazie wie auch Andenken an Apotheker und Pharmazeuten aufbewahrt werden.

Im Museum sind alte Geräte ausgestellt, die zur Herstellung von Medikamenten dienten. Ein solcher Prozess war die Perlokation, also die Gewinnung flüssiger Extrakte aus pflanzlichen Rohstoffen mit Hilfe eines kegelförmigen Gefäßes aus Glas, Keramik, Kupferblech oder säurebeständigem Kunststoff, in dem der pharmazeutische Rohstoff der Einwirkung eines Lösemittels (Alkohol) ausgesetzt wurde und die so erhaltene Flüssigkeit durch einen Hahn abgelassen werden konnte. Im Museum befinden sich Perlokationsgefäße aus Kupfer und Keramik.

In einem der Keller sind zahlreiche Retorten und Brennblasen ausgestellt, die in den alten Apotheken zur Destillierung von Substanzen und der Erzeugung von aromatischen Heildestillaten und -spirituosen dienten. Durch die Destillation verwandeln sich flüssige Bestandteile in Dampf, der später durch Abkühlung wieder verflüssigt wird. Solche Medikamente enthalten viele flüchtige Stoffe. Im Museum sind Destillationsapparate zu besichtigen, die aus einer kupfernen Brennblase, einem Zinnhelm und einer Kühlvorrichtung bestehen. Wertvolle Gegenstände sind auch Grafitretorten aus dem 17. Jahrhundert, die zur so genannten Trockendestillation (also ohne Zugabe von Flüssigkeit) dienten.
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Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kleinpolnischen Regionaloperationsplans für die Jahre 2007-2013 mitfinanziert