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Pharmaziemuseum Jagiellonen-Universität Collegium Medicum

Pharmaziemuseum Jagiellonen-Universität Collegium Medicum

Floriańska-Straße 25

Besichtigungszeiten
Dienstag: 12:00 – 18:30 Uhr
Mittwoch – Sonntag: 10:00 – 14:30 Uhr
Montag: geschlossen

www.muzeumfarmacji.pl
Das Pharmaziemuseum der Jagiellonen-Universität ist eines der wenigen Museen dieses Typs weltweit. Das Museum stellt eine wissenschaftliche Abteilung der Pharmazeutischen Fakultät der Jagiellonen-Universität dar. Sein Sitz ist ein historisches Bürgerhaus aus dem 14./15. Jahrhundert am Königsweg in der Floriańska-Straße 25.

Die ständige Ausstellung erstreckt sich über alle fünf Stockwerke des Gebäudes – von den Kellergewölben aus dem 15. Jahrhundert bis zum Dachboden. Die Exponate veranschaulichen die Geschichte des Apothekenwesens vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dazu gehören Apothekengefäße, unter anderem eine stolze Sammlung von Majolika aus verschiedenen europäischen Manufakturen, Mörser verschiedener Größe und Form, Laborgeräte und Apothekenutensilien, pharmazeutische Rohstoffe, Andenken an bedeutende Pharmazeuten, eine Briefmarkensammlung zur Pharmaziegeschichte und Kuriosa. Außerdem wurden im Museum ein Apothekenraum aus dem 18. Jahrhundert und andere Interieurs rekonstruiert, wie zum Beispiel ein altes Apothekenlabor, ein Weinkeller mit Fässern und Flaschen sowie ein Dachboden, der zur Trocknung und Aufbewahrung von Heilpflanzen diente. Das Museum besitzt außerdem eine Bibliothek, in der unter anderem alte Herbarien, Pharmakopäen, Antidotaria und andere Drucke aus der Geschichte der Pharmazie wie auch Andenken an Apotheker und Pharmazeuten aufbewahrt werden.

Ein Teil der ständigen Ausstellung des Krakauer Pharmaziemuseums ist Tadeusz Pankiewicz (1908-1993) gewidmet, der in der Zeit der Hitler-Okkupation in Krakau die einzige „arische“ Apotheke in einem Judenghetto in Polen betrieb. Im März 1941 befand sich Pankiewiczs Adler-Apotheke auf dem Gelände des Ghettos. Tadeusz Pankiewicz und das in der Apotheke beschäftigte polnische Personal beschafften den Juden Medikamente, Nahrungsmittel, gefälschte Papiere, übermittelten Geld und Korrespondenz. Die Apotheke war ein Ort der Konspiration und in vielen Fällen auch Versteck und Zuflucht, die einzige Hoffnung auf Rettung. Unter den Andenken an Tadeusz Pankiewicz befinden sich eine Kopie des Diploms des Ehrentitels eines Gerechten unter den Völkern der Erde, der ihm 1983 vom israelischen Yad- Vashem-Institut zugesprochen wurde, das Adlerwappen der Apotheke sowie polnische und fremdsprachige Ausgaben seines Buchs „Die Apotheke im Krakauer Ghetto“.
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Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kleinpolnischen Regionaloperationsplans für die Jahre 2007-2013 mitfinanziert